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Was ist ein Klassenlos? Die Österreichische Klassenlotterie einfach erklärt

Redaktion
aktualisiert: 14. September 2026 13:40
Träume haben immer Saison und beginnen oft mit einem Klassenlos ( KI, Symbolbild)
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Ein Klassenlos ist ein Los für die Österreichische Klassenlotterie. Anders als bei einer einzelnen Lottoziehung nimmt eine Losnummer über mehrere Monate hinweg an zahlreichen Ziehungen teil. Die gesamte Lotterie ist dazu in sechs aufeinanderfolgende Spielabschnitte gegliedert, die sogenannten Klassen.

Wer ein Klassenlos kauft, kann sich für ein ganzes Los oder für einen oder mehrere Zehntelanteile entscheiden. Wie hoch der Einsatz und ein möglicher Gewinn ausfallen, hängt vom gewählten Losanteil ab.

Das Wichtigste in Kürze

  1. Eine Österreichische Klassenlotterie dauert ungefähr sechs Monate.
  2. Sie besteht aus sechs Klassen mit insgesamt 24 regulären Ziehungen.
  3. Jede Losnummer nimmt an den vorgesehenen Ziehungen der bezahlten Klassen teil.
  4. Neben einem ganzen Los können auch günstigere Zehntelanteile gekauft werden.
  5. Bei einem Losanteil reduzieren sich Einsatz und möglicher Gewinn anteilig.
  6. Veranstaltet wird die Klassenlotterie von den Österreichischen Lotterien; die Lose werden über offizielle Geschäftsstellen vertrieben.

Wie funktioniert die Österreichische Klassenlotterie?

Die Klassenlotterie beginnt zweimal pro Jahr, üblicherweise im Mai und im November. Jede Lotterie umfasst sechs Klassen, die jeweils vier Wochen dauern. Pro Klasse findet grundsätzlich jede Woche eine Ziehung statt. Wer die gesamte Lotterie von der ersten bis zur sechsten Klasse mitspielt, nimmt mit seiner Losnummer somit an 24 regulären Ziehungen teil.

Die einzelnen Klassen bauen zeitlich aufeinander auf. Vor jeder neuen Klasse wird der dafür vorgesehene Spieleinsatz fällig. Die meisten und höchsten Gewinne sind üblicherweise für die späteren Klassen vorgesehen. Welche Beträge in welcher Klasse ausgespielt werden, ist im jeweiligen Gewinnplan festgelegt.

Eine ausführliche Erklärung zur Österreichischen Klassenlotterie bietet die offizielle Geschäftsstelle Prokopp auf ihrer Webseite.

Was bedeuten ganzes Los und Zehntellos?

Ein ganzes Klassenlos besteht rechnerisch aus zehn Zehntelanteilen. Teilnehmer müssen daher nicht zwingend ein vollständiges Los kaufen, sondern können beispielsweise mit einem Zehntellos, drei Zehnteln oder einem halben Los teilnehmen.

Der gewählte Anteil bestimmt den Spieleinsatz und den Anteil an einem möglichen Gewinn:

Losanteil Anteil am Spieleinsatz Anteil an einem Gewinn
1/10 Los 10 % 10 %
3/10 Los 30 % 30 %
5/10 Los 50 % 50 %
10/10 Los 100 % 100 %

 

Wer beispielsweise drei Zehntel einer Losnummer besitzt, bezahlt 30 Prozent des Preises eines ganzen Loses. Wird diese Nummer gezogen, stehen der Teilnehmerin oder dem Teilnehmer entsprechend 30 Prozent des dafür vorgesehenen Gewinns zu.

Daneben gibt es sogenannte Combi-Lose. Dabei werden Anteile an mehreren unterschiedlichen Losnummern kombiniert. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass zumindest eine der Nummern einen Treffer erzielt. Gleichzeitig verteilen sich Einsatz und mögliche Gewinne auf die jeweiligen Losanteile.

Was kostet ein Klassenlos?

Nach dem derzeitigen Preismodell kostet ein ganzes Los 150 Euro pro Klasse. Ein Zehntellos ist ab 15 Euro pro Klasse erhältlich. Wer alle sechs Klassen mitspielt, bezahlt somit insgesamt 900 Euro für ein ganzes Los beziehungsweise 90 Euro für ein Zehntellos.

Wichtig ist der Zusatz „pro Klasse“: Die genannten 15 beziehungsweise 150 Euro sind nicht automatisch der Preis für die gesamte sechsmonatige Lotterie. Vor der Teilnahme sollten daher der vollständige Spieleinsatz und die Laufzeit berücksichtigt werden.

Die Preise, Zusatzspiele und Gewinnpläne können sich mit einer neuen Lotterie ändern. Maßgeblich sind immer die aktuellen Spielbedingungen.

Wie erfährt man von einem Gewinn?

Jedes Klassenlos besitzt eine individuelle, sechsstellige Losnummer. Wird diese Nummer bei einer Ziehung ermittelt, richtet sich die Höhe des Gewinns nach der jeweiligen Gewinnkategorie und dem gekauften Losanteil.

Wer sein Los über eine registrierte Geschäftsstelle bezieht, hinterlegt dort üblicherweise seine Kontaktdaten. Die Geschäftsstelle verwaltet die Teilnahme, stellt die Unterlagen bereit und verständigt ihre Kundinnen und Kunden über erzielte Gewinne. Für die Auszahlung ist grundsätzlich jene Geschäftsstelle zuständig, über die das Los gekauft wurde.

Wie hoch sind die Gewinnchancen?

Bei Gewinnchancen muss zwischen zwei Fragen unterschieden werden:

  • Wie wahrscheinlich ist irgendein Treffer?
  • Wie wahrscheinlich ist ein hoher Gewinn oder der Hauptgewinn?

Die Chance auf zumindest einen Treffer über die gesamte Laufzeit ist wesentlich höher als die Wahrscheinlichkeit, einen Millionengewinn zu erzielen. In die allgemeine Trefferchance fließen auch kleinere Gewinnkategorien ein. Ein Treffer bedeutet deshalb nicht automatisch, dass der Gewinn den gesamten Spieleinsatz übersteigt.

Mehrere unterschiedliche Losnummern erhöhen die Wahrscheinlichkeit auf zumindest einen Treffer. Sie erhöhen jedoch auch den erforderlichen Spieleinsatz. Prozentangaben sollten daher immer gemeinsam mit dem Gewinnplan, der Zahl der Losnummern und der betrachteten Laufzeit gelesen werden.

Ist die Klassenlotterie staatlich geregelt?

Die Österreichische Klassenlotterie wird von den Österreichischen Lotterien durchgeführt. Der Vertrieb erfolgt über offizielle Geschäftsstellen der Klassenlotterie. Diese übernehmen neben dem Verkauf häufig auch die Verwaltung der Kundenkonten, die Bereitstellung der Spielunterlagen und die Gewinnverständigung.

Vor dem Kauf sollte geprüft werden, wer der Veranstalter ist, ob eine offizielle Geschäftsstelle genannt wird und ob Spielbedingungen, Kosten und Gewinnplan leicht auffindbar sind. Vorsicht ist bei Angeboten geboten, die sichere Gewinne versprechen oder zu schnellen und ungewöhnlich hohen Zahlungen drängen.

Kann man jederzeit einsteigen oder aussteigen?

Ein Einstieg ist grundsätzlich auch nach Beginn einer Lotterie möglich, sofern noch Lose verfügbar sind. Die Teilnahme beginnt dann mit einer der folgenden Klassen. Dadurch nimmt die Losnummer jedoch an weniger Ziehungen teil als bei einem Start in der ersten Klasse.

Welche Fristen, Zahlungsmodalitäten und Kündigungsmöglichkeiten gelten, hängt von der jeweiligen Geschäftsstelle und den aktuellen Spielbedingungen ab. Diese Punkte sollten vor der Bestellung geklärt werden.

Ein Los für mehrere Spielabschnitte

Das Klassenlos unterscheidet sich von klassischen Lottoscheinen vor allem durch seine längere Laufzeit. Eine Losnummer begleitet die Teilnehmer über bis zu sechs Klassen und 24 reguläre Ziehungen. Durch Zehntelanteile lässt sich der Einsatz reduzieren; mögliche Gewinne werden dann im selben Verhältnis aufgeteilt.

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