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Festgeld Vergleich Österreich: Zinsen & gebundenes Sparen

Redaktion
aktualisiert: 21. August 2026 09:52

Stand: 21. August 2026. Festgeld eignet sich für Sparerinnen und Sparer, die einen bestimmten Geldbetrag für eine vereinbarte Zeit nicht benötigen und dafür einen planbaren Zinssatz erhalten möchten. In Österreich begegnet dieselbe Grundidee auch unter Bezeichnungen wie gebundenes Sparen, Termineinlage, gebundene Spareinlage, Kapitalsparbuch oder gebundenes Sparbuch. Die konkrete rechtliche Ausgestaltung und die Möglichkeit einer vorzeitigen Auszahlung können sich je nach Bank und Produkt unterscheiden.

Festgeld Vergleich Österreich: aktuelle Angebote direkt vergleichen

Die Zinssätze für neue Festgeldanlagen verändern sich mit dem Markt. Eine dauerhaft im Artikel hinterlegte Zinssatztabelle wäre deshalb schnell veraltet. Der Vergleichsrechner zeigt aktuelle Angebote und ermöglicht es, unterschiedliche Laufzeiten und Banken direkt gegenüberzustellen.

Tipp: Vergleichen Sie nicht nur das Angebot mit dem höchsten Zinssatz. Stellen Sie zuerst ein, wie lange Sie das Geld sicher nicht benötigen. Erst danach sollten Sie innerhalb dieser Laufzeit nach einem passenden Festgeld suchen.


Hinweis: Zinssätze, Mindestbeträge, Laufzeiten und Aktionsbedingungen können sich ändern. Prüfen Sie vor der Kontoeröffnung immer die aktuellen Produktbedingungen, das Preisblatt und das für die konkrete Bank geltende Einlagensicherungssystem.

Beim Festgeld Vergleich für Österreich sollte deshalb nicht nur der höchste beworbene Zinssatz entscheiden. Wichtig sind ebenso Laufzeit, Mindest- und Maximalbetrag, Einlagensicherung, Zinsgutschrift, Regelung am Laufzeitende und die Frage, bei welcher Bank das Geld rechtlich tatsächlich angelegt wird.

Festgeld kurz erklärt Darauf kommt es an
Veranlagungsart Bankeinlage mit vereinbarter Laufzeit
Zinssatz bei klassischen Festgeldangeboten meist für die vereinbarte Laufzeit festgelegt
Verfügbarkeit während der Laufzeit regelmäßig eingeschränkt oder ausgeschlossen
KESt in Österreich auf Zinsen aus Bankeinlagen grundsätzlich 25 %
Einlagensicherung gedeckte Einlagen samt Zinsen grundsätzlich bis 100.000 Euro pro berechtigter Person und Bank
Geeignet für Geld, dessen benötigter Zeitpunkt ungefähr feststeht
Nicht ideal für Notgroschen und jederzeit benötigte Rücklagen

Was ist Festgeld?

Festgeld ist eine Bankeinlage, bei der ein Geldbetrag für einen vorher vereinbarten Zeitraum angelegt wird. Im Unterschied zu einem täglich verfügbaren Sparkonto soll das Geld während dieser Laufzeit grundsätzlich liegen bleiben.

Bei klassischen Festgeldangeboten wird der Zinssatz normalerweise bereits bei Vertragsabschluss festgelegt. Dadurch kann der Zinsertrag wesentlich besser geplant werden als bei einem täglich fälligen Sparkonto mit variablem Zinssatz.

Der Preis für diese Planungssicherheit ist die geringere Flexibilität: Wer das Geld vor dem vereinbarten Ende benötigt, kann je nach Produkt möglicherweise gar nicht oder nur unter besonderen Bedingungen darauf zugreifen.

Ein einfaches Beispiel aus dem Alltag

Eine Familie weiß, dass sie einen bestimmten Teil ihrer Ersparnisse erst in zwei Jahren für eine geplante Renovierung benötigt. Der Notgroschen bleibt täglich verfügbar. Der für die Renovierung vorgesehene Betrag könnte dagegen für eine passende Laufzeit als Festgeld angelegt werden.

Genau für solche planbaren Beträge ist Festgeld gedacht: Das Geld wird nicht irgendwann benötigt, sondern zu einem ungefähr bekannten Zeitpunkt.

Ist Festgeld ein eigenes Konto?

Das hängt vom Anbieter ab. Häufig wird für die Anlage ein eigenes Festgeld- oder Termingeldkonto geführt. Manche Banken verlangen zusätzlich ein Referenz- oder Verrechnungskonto, über das Einzahlung und Rückzahlung erfolgen.

Vor dem Abschluss sollte deshalb geprüft werden, ob neben dem Festgeld weitere Konten notwendig sind und ob dafür Kosten entstehen.

Festgeld, gebundenes Sparen und gebundenes Sparbuch in Österreich

Wer in Österreich mit Eltern oder Großeltern über Sparen spricht, hört häufig andere Begriffe als in modernen Online-Vergleichen. Das liegt an der langen österreichischen Sparbuchtradition.

Begriff Typische Bedeutung in Österreich
Festgeld heute gebräuchliche Bezeichnung für eine Bankeinlage mit vereinbarter Laufzeit
Termineinlage bankfachlicher beziehungsweise steuerlicher Begriff für Geld, das für einen bestimmten Termin oder Zeitraum veranlagt wird
Gebundenes Sparen österreichischer Alltagsbegriff für Spargeld mit vereinbarter Bindungsfrist
Gebundene Spareinlage klassische Bezeichnung für eine Spareinlage mit Bindung
Gebundenes Sparbuch traditionelle Sparbuchvariante mit vereinbarter Bindungsfrist
Kapitalsparbuch Produktbezeichnung, die traditionell für länger gebundenes Sparen verwendet wird

Diese Begriffe verfolgen häufig dieselbe wirtschaftliche Grundidee: Ein bestimmter Betrag wird für eine gewisse Zeit gebunden, um dafür vereinbarte Zinsen zu erhalten.

Sie sollten dennoch nicht automatisch als rechtlich identische Produkte behandelt werden. Ein traditionelles gebundenes Sparbuch kann andere Regeln für Behebungen, Vorschusszinsen und Verlängerungen haben als ein modernes Online-Festgeldkonto.

Wer speziell die österreichische Geschichte des Sparbuchs, Losungswort, Namenssparbuch und alte Sparformen nachvollziehen möchte, findet dazu den ausführlichen Ratgeber zum Sparbuch in Österreich.

Welche Vorteile hat Festgeld?

Festgeld ist keine besonders komplizierte Geldanlage. Genau diese Einfachheit ist für viele Sparer ein Vorteil.

Planbarer Zinssatz

Bei einem klassischen Festgeld wird der bei Abschluss vereinbarte Zinssatz für die gewählte Laufzeit festgelegt. Sinkt das allgemeine Zinsniveau später, bleibt die vereinbarte Verzinsung der bestehenden Anlage nach Maßgabe des Vertrags erhalten.

Planbares Laufzeitende

Bereits beim Abschluss ist bekannt, wann die Bindung endet. Dadurch lässt sich Festgeld gut mit einem zukünftigen Sparziel verbinden.

Beispiele können sein:

  • Autokauf: Geld wird erst in zwölf oder 24 Monaten benötigt.
  • Renovierung: Eine größere Ausgabe ist für einen bekannten Zeitraum geplant.
  • Immobilienprojekt: Ein Teil des Eigenkapitals soll bis zu einem späteren Termin verzinst werden.
  • Pension: Ein Betrag soll erst in einigen Jahren verfügbar sein.
  • Größere Anschaffung: Bereits vorhandenes Geld soll bis zum Kauf nicht ungenutzt am Girokonto liegen.

Keine Kursschwankungen wie bei Aktien

Festgeld ist eine Bankeinlage und kein börsengehandeltes Wertpapier. Es besitzt deshalb nicht die täglichen Kursschwankungen eines Aktien- oder ETF-Portfolios.

Das bedeutet allerdings nicht, dass Festgeld für jedes langfristige Sparziel automatisch die bessere Geldanlage ist. Der wesentliche Vorteil liegt in Planbarkeit und Nominalwertstabilität, nicht in maximalen langfristigen Renditechancen.

Gesetzliche Einlagensicherung

Festgeldkonten gehören grundsätzlich zu den von der gesetzlichen Einlagensicherung erfassten Bankguthaben.

Das unterscheidet Festgeld beispielsweise vom Bundesschatz: Beim Bundesschatz besteht eine Forderung unmittelbar gegenüber der Republik Österreich; beim Festgeld besteht die Forderung gegenüber der jeweiligen Bank.

Einfacher Vergleich möglich

Festgeldangebote lassen sich anhand weniger zentraler Kriterien gut vergleichen:

  • Laufzeit,
  • Zinssatz,
  • Mindestanlage,
  • Maximalanlage,
  • Einlagensicherung,
  • Zinsgutschrift,
  • Verfügbarkeit vor Laufzeitende,
  • Regelung bei Fälligkeit.

Gerade dadurch eignet sich ein Vergleichsrechner besonders gut für diese Sparform.

Welche Nachteile und Risiken hat Festgeld?

Der größte Vorteil des Festgelds ist gleichzeitig sein wichtigster Nachteil: Die Bindung gilt in beide Richtungen.

Das Geld ist während der Laufzeit nicht frei verfügbar

Ein modernes Festgeldkonto sollte grundsätzlich so ausgewählt werden, dass der angelegte Betrag während der gesamten Laufzeit nicht benötigt wird.

Eine vorzeitige Auflösung ist je nach Vertrag überhaupt nicht vorgesehen oder nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Deshalb sollte niemand den gesamten finanziellen Puffer in Festgeld binden.

Steigende Zinsen können während der Bindung vorbeiziehen

Sinkende Marktzinsen sind für ein bereits abgeschlossenes Festgeld mit fixem Zinssatz angenehm. Steigen die Sparzinsen dagegen deutlich, bleibt eine bestehende Fixzinsanlage bis zum Ende grundsätzlich bei ihrer vereinbarten Verzinsung.

Deshalb ist nicht automatisch die längstmögliche Laufzeit sinnvoll.

Inflation kann höher als der Festgeldzins sein

Ein positiver Zinssatz garantiert keinen realen Kaufkraftgewinn. Liegt die Inflation über dem Nettozinsertrag, kann die Kaufkraft des Geldes trotz wachsendem Kontostand sinken.

100.000 Euro sind eine wichtige Grenze

Bei großen Beträgen sollte die gesetzliche Einlagensicherung bereits vor dem Abschluss Teil der Planung sein.

Mehrere Festgeldkonten bei derselben Bank erhöhen die allgemeine Sicherungsgrenze nicht automatisch. Maßgeblich ist grundsätzlich die Summe der gedeckten Einlagen einer Person bei derselben Bank.

Festgeld vergleichen: Diese 10 Punkte sind wichtiger als ein Lockzins

1. Passende Laufzeit

Die richtige Laufzeit ist wichtiger als der höchste Zinssatz im gesamten Vergleich.

Wenn Geld voraussichtlich in zwölf Monaten benötigt wird, ist ein besonders attraktiver Zinssatz für fünf Jahre praktisch wertlos. Die Anlage passt dann nicht zum Sparziel.

2. Effektiver Zinssatz für genau diese Laufzeit

Banken können für unterschiedliche Bindungsdauern unterschiedliche Zinssätze anbieten. Eine längere Laufzeit muss dabei nicht automatisch höher verzinst sein als eine kürzere.

Verglichen werden sollte deshalb immer dieselbe Laufzeit.

3. Mindestanlage

Manche Anbieter eröffnen Festgeld bereits für vergleichsweise kleine Beträge, andere setzen eine höhere Mindestanlage voraus.

Wer beispielsweise einen Teil seiner Rücklagen binden möchte, sollte darauf achten, ob der gewünschte Betrag überhaupt innerhalb der Produktgrenzen liegt.

4. Maximal verzinster Betrag

Auch eine Obergrenze kann relevant sein. Ein beworbener Zinssatz muss nicht zwingend für beliebig hohe Einlagen gelten.

5. Zuständige Einlagensicherung

Prüfen Sie nicht nur den Namen der Plattform oder Marke, sondern die rechtlich kontoführende Bank.

Das ist besonders relevant, wenn mehrere Marken zum selben Kreditinstitut gehören oder eine ausländische EU-Bank ihre Produkte in Österreich anbietet.

6. Zeitpunkt der Zinsgutschrift

Zinsen können je nach Produkt jährlich, am Ende der Laufzeit oder nach einer anderen vereinbarten Systematik gutgeschrieben werden.

Bei mehrjährigen Laufzeiten sollte deshalb geprüft werden, wann Zinsen tatsächlich gutgeschrieben beziehungsweise kapitalisiert werden.

7. Vorzeitige Verfügung

Verlassen Sie sich nicht darauf, Festgeld bei Bedarf jederzeit „kündigen“ zu können.

Die Vertragsbedingungen entscheiden darüber, ob eine vorzeitige Auflösung überhaupt möglich ist und welche finanziellen Folgen sie hätte.

8. Was geschieht am Laufzeitende?

Dieser Punkt wird überraschend häufig übersehen.

Mögliche Modelle sind beispielsweise:

  • automatische Rückzahlung auf das Referenzkonto,
  • Auszahlung nach vorheriger Weisung,
  • automatische Wiederveranlagung,
  • Verlängerung, wenn nicht rechtzeitig widersprochen wird.

Eine automatische Verlängerung kann ungünstig sein, wenn der neue Zinssatz deutlich schlechter ist oder das Geld inzwischen benötigt wird.

9. Referenzkonto und Kontoeröffnung

Bei Online-Festgeld erfolgt die Einzahlung häufig von einem vorab angegebenen Referenzkonto. Auch die Rückzahlung kann nur auf dieses Konto erfolgen.

Prüfen Sie, welche Identifikation erforderlich ist und ob ein zusätzliches Konto eröffnet werden muss.

10. Herkunft der Bank

Ein ausländischer Name ist nicht automatisch ein Nachteil. Relevant ist vielmehr, welches Kreditinstitut Vertragspartner ist und welche gesetzliche Einlagensicherung greift.

Wer diese Punkte geklärt hat, kann im Festgeld Vergleich die aktuell passenden Laufzeiten und Angebote prüfen.

Wie sicher ist Festgeld in Österreich?

Festgeld gehört grundsätzlich zu den gedeckten Bankeinlagen. Nach den Informationen der österreichischen Finanzmarktaufsicht sind Einlagen samt Zinsen grundsätzlich bis 100.000 Euro pro berechtigter Person und Bank geschützt.

Zu den gedeckten Guthaben zählen unter anderem:

  • Girokonten,
  • Sparkonten,
  • Sparbücher,
  • Festgeldkonten,
  • bestimmte Verrechnungskonten,
  • Bausparguthaben.

Die 100.000-Euro-Grenze gilt pro Person und Bank

Wer bei derselben Bank beispielsweise Girokonto, Tagesgeld und Festgeld führt, darf die Einlagensicherung nicht für jedes einzelne Konto separat mit 100.000 Euro rechnen.

Grundsätzlich werden die gedeckten Einlagen bei derselben Bank zusammen betrachtet.

Eine ausführliche Erklärung einschließlich Gemeinschaftskonten und zeitlich erhöht geschützter Einlagen bietet unser Ratgeber zur Einlagensicherung in Österreich.

Mehrere Bankmarken können wirtschaftlich dieselbe Bank sein

Beim Verteilen größerer Beträge reicht es deshalb nicht, lediglich unterschiedliche Produktnamen oder Webseiten zu wählen.

Entscheidend ist, ob tatsächlich unterschiedliche Kreditinstitute und Bankkonzessionen hinter den Angeboten stehen.

Was gilt bei Festgeld einer Bank aus einem anderen EU-Land?

Auch ausländische EU-Banken können Festgeld für österreichische Kunden anbieten.

Bei einer österreichischen Zweigniederlassung einer Bank aus einem anderen EU-Staat gilt grundsätzlich das Einlagensicherungssystem jenes EU-Staates, in dem die Bank konzessioniert ist. Der Anbieter muss über das tatsächlich geltende Sicherungssystem informieren.

Der harmonisierte Schutz innerhalb der EU bedeutet nicht, dass Organisation und Abwicklung in jedem Land völlig identisch sind. Deshalb sollte vor dem Abschluss geklärt werden, welche Sicherungseinrichtung konkret zuständig ist.

Wie werden Festgeldzinsen in Österreich besteuert?

Für österreichische Privatanleger ist die steuerliche Einordnung vergleichsweise klar: Zinsen aus Termineinlagen beziehungsweise Festgeldern bei Banken unterliegen grundsätzlich dem besonderen Steuersatz von 25 Prozent.

Das Bundesministerium für Finanzen nennt Termineinlagen und Festgelder ausdrücklich als Einlagen bei Banken.

Österreichische Bank

Bei einer inländischen auszahlenden Stelle wird die Kapitalertragsteuer grundsätzlich von der Bank einbehalten und an das Finanzamt abgeführt.

Für den normalen privaten Sparer ist der ausgezahlte beziehungsweise gutgeschriebene Betrag daher grundsätzlich bereits um die KESt reduziert.

Ausländische Bank

Bei einer ausländischen Bank ohne österreichischen Steuerabzug kann die steuerliche Abwicklung anders aussehen. Zinsen können in diesem Fall in der österreichischen Steuererklärung zu erfassen sein.

Deshalb sollte bei einem Festgeldvergleich mit ausländischen Banken neben dem Zinssatz auch geprüft werden, wie die Besteuerung für einen in Österreich steuerpflichtigen Anleger erfolgt.

Festgeld und Bundesschatz haben nicht denselben Steuersatz

Dieser Unterschied ist für einen Nettovergleich wichtig:

  • Festgeld/Termineinlage bei einer Bank: Zinsen grundsätzlich 25 %.
  • Bundesschatz als Wertpapier: Zinsen für österreichische Privatanleger grundsätzlich 27,5 %.

Deshalb sollte bei ähnlichen Bruttozinsen nicht automatisch davon ausgegangen werden, dass beide Anlagen denselben Nettoertrag liefern.

Festgeld oder Tagesgeld?

Festgeld und Tagesgeld sind keine direkten Gegensätze. Für viele Haushalte erfüllen beide Produkte unterschiedliche Aufgaben.

Kriterium Festgeld Tagesgeld / täglich verfügbares Sparkonto
Verfügbarkeit für vereinbarte Laufzeit eingeschränkt grundsätzlich täglich verfügbar
Zinssatz bei klassischen Angeboten meist fix typischerweise variabel
Planbarkeit hoch geringer
Geeignet für planbare spätere Ausgaben Notgroschen und kurzfristige Reserve
Einlagensicherung grundsätzlich ja grundsätzlich ja
KESt bei Bankeinlagen grundsätzlich 25 % grundsätzlich 25 %

Notgroschen gehört normalerweise nicht ins Festgeld

Die Waschmaschine kaputt, eine Autoreparatur oder eine unerwartete Rechnung hält sich an keine zwölfmonatige Bindungsfrist.

Deshalb sollte ein ausreichend liquider Puffer grundsätzlich verfügbar bleiben. Wie Tagesgeld für diese Aufgabe eingesetzt werden kann, behandelt unser Beitrag zum Notgroschen in Österreich.

Festgeld für den planbaren Teil der Rücklagen

Geld oberhalb des kurzfristig benötigten Puffers kann dagegen nach Zeiträumen strukturiert werden.

Wer weiß, dass ein Betrag in den kommenden zwölf, 24 oder 36 Monaten nicht benötigt wird, kann für diesen Zeitraum Festgeldangebote vergleichen.

Festgeld oder Sparbuch?

In Österreich ist diese Frage auch sprachlich interessant, weil das traditionelle gebundene Sparbuch wirtschaftlich eine ähnliche Aufgabe erfüllte wie modernes Festgeld.

Heute liegen die wichtigsten Unterschiede häufig weniger im Sparziel als in der konkreten Produktgestaltung:

Modernes Festgeld Klassisches gebundenes Sparbuch
Führung häufig vollständig digital traditionell als Sparurkunde beziehungsweise Sparbuch
Bindung vertraglich definierte Laufzeit vereinbarte Bindungsfrist
Vorzeitige Behebung produktabhängig, teilweise ausgeschlossen historisch häufig mit Vorschusszinsen verbunden
Einlagensicherung grundsätzlich gedeckte Bankeinlage grundsätzlich gedeckte Bankeinlage
Steuer auf Zinsen grundsätzlich 25 % grundsätzlich 25 %

Wichtig: Die bei klassischen gebundenen Sparbüchern bekannten Vorschusszinsen sind keine allgemeine Regel, die automatisch für jedes heutige Festgeldkonto gilt. Entscheidend sind die konkreten Vertragsbedingungen.

Festgeld oder Bundesschatz?

Beide Anlageformen sprechen Menschen an, die Wert auf planbare Verzinsung legen. Rechtlich unterscheiden sie sich aber grundlegend.

Kriterium Festgeld Bundesschatz
Schuldner Bank Republik Österreich
Produktart Bankeinlage Wertpapier
Einlagensicherung grundsätzlich bis 100.000 Euro je Person und Bank nicht anwendbar
KESt für private Anleger in Österreich grundsätzlich 25 % auf Bankeinlagenzinsen grundsätzlich 27,5 %
Laufzeiten abhängig von Bank und Angebot durch Bundesschatz-Angebot vorgegeben

Ein Vergleich sollte deshalb nicht nur beim Bruttozinssatz enden. Steuer, Einlagensicherung, Laufzeit und Schuldner unterscheiden sich.

Welche Festgeld-Laufzeit ist sinnvoll?

Eine pauschal beste Laufzeit gibt es nicht. Die richtige Bindung ergibt sich aus dem Zeitpunkt, zu dem das Geld wieder gebraucht wird.

Kurze Laufzeit

Kurze Bindungen können sinnvoll sein, wenn:

  • die weitere Zinsentwicklung unsicher eingeschätzt wird,
  • das Geld in absehbarer Zeit benötigt werden könnte,
  • erstmals Festgeld ausprobiert wird,
  • Flexibilität wichtiger als langfristige Zinssicherheit ist.

Mittlere Laufzeit

Eine mittlere Bindung kann zu konkreten Sparzielen passen, deren Zeitpunkt bereits ungefähr bekannt ist.

Beispiele sind Renovierungen, Fahrzeugkauf, größere Ausbildungskosten oder ein geplanter Kapitalbedarf in einigen Jahren.

Lange Laufzeit

Eine längere Festgeldbindung sollte nur für Kapital gewählt werden, das tatsächlich entsprechend lange nicht benötigt wird.

Der Vorteil liegt in langfristiger Planung. Der Nachteil besteht darin, dass spätere höhere Marktzinsen während der bestehenden Bindung möglicherweise nicht genutzt werden können.

Nicht automatisch den höchsten Zinssatz wählen

Wenn ein Fünfjahresangebot geringfügig besser verzinst ist als ein Zweijahresangebot, bedeutet das nicht automatisch, dass fünf Jahre die bessere Entscheidung sind.

Die zusätzliche Verzinsung muss zur zusätzlichen Bindung passen.

Festgeldtreppe: Muss man das gesamte Geld gleich lang binden?

Nein. Wer einen größeren Betrag veranlagen möchte, kann ihn auf mehrere Festgeldlaufzeiten aufteilen. Diese Strategie wird häufig als Festgeldtreppe oder Zinstreppe bezeichnet.

Statt den gesamten Betrag beispielsweise für mehrere Jahre festzulegen, werden mehrere Teilbeträge mit unterschiedlichen Fälligkeiten angelegt.

Vorteile einer Festgeldtreppe

  • Regelmäßige Fälligkeiten: Ein Teil des Kapitals wird früher wieder verfügbar.
  • Weniger Timing-Risiko: Nicht das gesamte Geld wird am selben Tag zum selben Zinssatz gebunden.
  • Neue Zinsangebote nutzbar: Fällige Tranchen können später neu verglichen werden.
  • Mehr Flexibilität: Nicht das gesamte Sparvermögen hängt an einer einzigen Laufzeit.

Nachteile einer Festgeldtreppe

Mehrere Anlagen bedeuten auch mehr Verwaltungsaufwand. Zudem können Mindestanlagebeträge verhindern, dass kleine Summen sinnvoll auf viele Laufzeiten verteilt werden.

Bei hohen Beträgen sollte zusätzlich geprüft werden, ob die Aufteilung auch unter dem Gesichtspunkt der Einlagensicherung sinnvoll ist.

Festgeld für 10.000, 20.000, 50.000 oder 100.000 Euro

Viele Fragen bei der Geldanlage zum Festgeld beziehen sich nicht nur auf Laufzeiten, sondern auf konkrete Geldbeträge.

Die grundlegende Entscheidung ist unabhängig von der Summe dieselbe:

  1. Wie viel davon muss jederzeit verfügbar bleiben?
  2. Wann wird der übrige Betrag voraussichtlich benötigt?
  3. Welche Laufzeit passt zu diesem Zeitpunkt?
  4. Welcher Anbieter bietet für diese Laufzeit attraktive Konditionen?
  5. Welche Einlagensicherung gilt?

Festgeld mit 10.000 Euro

Bei kleineren bis mittleren Beträgen ist vor allem relevant, ob die Mindestanlage des gewünschten Angebots erfüllt wird und ob genügend liquide Reserve außerhalb des Festgelds vorhanden bleibt.

Festgeld mit 50.000 Euro

Bei größeren Beträgen werden neben dem Zinssatz zunehmend die Aufteilung nach Laufzeiten und die Konzentration bei einer einzigen Bank wichtig.

Festgeld mit 100.000 Euro oder mehr

Spätestens hier sollte die Einlagensicherung sehr bewusst einbezogen werden. Da die allgemeine Sicherungsgrenze grundsätzlich Einlagen samt Zinsen umfasst, sollte nicht allein der eingezahlte Nominalbetrag betrachtet werden.

Wer durch Erbschaft, Abfertigung oder Verkauf vorübergehend eine deutlich größere Summe besitzt, findet weitere Entscheidungswege in unserem Ratgeber zum sicheren Parken einer größeren Geldsumme in Österreich.

Was passiert mit Festgeld am Ende der Laufzeit?

Am sogenannten Fälligkeitstag endet die vereinbarte Festgeldlaufzeit. Was anschließend passiert, hängt von den Bedingungen des konkreten Produkts ab.

Rückzahlung

Bei vielen Produkten werden Kapital und die fälligen Nettozinsen auf ein hinterlegtes Referenzkonto überwiesen.

Wiederveranlagung

Andere Banken bieten die Möglichkeit, das Geld erneut anzulegen. Dabei sollte niemals davon ausgegangen werden, dass automatisch derselbe Zinssatz wie bei der alten Anlage gilt. Für die neue Laufzeit können die dann aktuellen Konditionen gelten.

Automatische Verlängerung

Bei bestimmten Sparprodukten kann eine Verlängerung vorgesehen sein, wenn nicht rechtzeitig widersprochen wird.Deshalb empfiehlt es sich, den Fälligkeitstermin bereits bei der Eröffnung im Kalender einzutragen und einige Tage oder Wochen vorher erneut die verfügbaren Festgeldzinsen zu vergleichen.

Aktuelle Festgeldangebote und Laufzeiten erneut vergleichen

Wann ist Festgeld sinnvoll – und wann nicht?

Festgeld kann passen, wenn … Festgeld passt eher nicht, wenn …
der benötigte Zeitpunkt des Geldes bekannt ist das Geld jederzeit benötigt werden könnte
ein fixer Zinssatz gewünscht wird maximale Flexibilität wichtiger ist
Kursschwankungen vermieden werden sollen langfristig bewusst höhere Kapitalmarktchancen gesucht werden
ein Teil größerer Rücklagen planbar gebunden werden kann noch kein ausreichender Notgroschen vorhanden ist
eine bestimmte zukünftige Ausgabe finanziert werden soll der Anlagehorizont völlig unklar ist

Festgeld ist kein Ersatz für jede Geldanlage

Für Geld, das in einem Jahr benötigt wird, gelten andere Anforderungen als für Kapital, das für die nächsten 20 oder 30 Jahre zur Altersvorsorge dienen soll.

Festgeld bietet Sicherheit und Planbarkeit, beteiligt Anleger aber nicht am langfristigen Wachstum von Unternehmen. Umgekehrt besitzen Aktien und ETFs Kurs- und Verlustrisiken, die bei Festgeld nicht in dieser Form bestehen.

Die richtige Sparform hängt deshalb immer vom Zweck des Geldes ab.

Typische Fehler beim Festgeld vermeiden

Den gesamten Notgroschen binden

Festgeld sollte nicht dazu führen, dass bei einer unerwarteten Ausgabe kein frei verfügbares Geld mehr vorhanden ist.

Nur den höchsten Zinssatz sehen

Ein Spitzenzins hilft wenig, wenn Laufzeit, Mindestbetrag oder Produktbedingungen nicht zur eigenen Situation passen.

Einlagensicherung nicht prüfen

Besonders bei unbekannteren Banken sollte vor der Überweisung geklärt werden, wer der tatsächliche Vertragspartner ist und welches Sicherungssystem greift.

Mehrere Marken mit mehreren Banken verwechseln

Unterschiedliche Markenauftritte bedeuten nicht zwingend unterschiedliche Bankkonzessionen. Für die Sicherungsgrenze zählt das konkrete Kreditinstitut.

Auslandsbank ohne Steuerprüfung eröffnen

Der höhere Bruttozins kann mit zusätzlichem Steueraufwand verbunden sein, wenn kein österreichischer KESt-Abzug erfolgt.

Fälligkeit vergessen

Wer den Endtermin nicht im Blick hat, riskiert je nach Vertragsgestaltung eine automatische Verlängerung oder lässt das ausgezahlte Geld anschließend unverzinst auf einem Referenzkonto liegen.

Zu lange Laufzeit wegen wenigen Zehntelprozent wählen

Zusätzliche Bindungsjahre sollten nicht allein wegen eines kleinen Zinsunterschieds gewählt werden. Liquidität besitzt ebenfalls einen Wert.

Kompaktes Festgeld-Glossar für Österreich

Festgeld
Bankeinlage mit vereinbarter Laufzeit; bei klassischen Angeboten wird der Zinssatz für diesen Zeitraum im Voraus festgelegt.
Termineinlage
Bankfachlicher Begriff für eine Einlage, deren Verfügung an einen vereinbarten Termin beziehungsweise Zeitraum gekoppelt ist. Festgeld gehört zu den Termineinlagen.
Gebundenes Sparen
In Österreich verbreitete Bezeichnung für Spargeld mit vereinbarter Bindungsfrist.
Gebundenes Sparbuch
Klassische österreichische Sparbuchform mit Bindung. Wirtschaftlich ähnlich zu Festgeld, die konkreten Vertragsregeln können jedoch unterschiedlich sein.
Kapitalsparbuch
Traditionelle beziehungsweise bankspezifische Bezeichnung für länger gebundenes Sparen.
Laufzeit
Zeitraum zwischen Beginn der Festgeldanlage und ihrer vereinbarten Fälligkeit.
Fälligkeit
Zeitpunkt, an dem die vereinbarte Laufzeit endet und das Festgeld nach den Vertragsbedingungen zurückgezahlt oder weiterveranlagt wird.
Prolongation
Verlängerung einer Geldanlage. Sie kann je nach Produkt auf Wunsch oder automatisch erfolgen.
Referenzkonto
Bankkonto, von dem Geld zum Festgeld überwiesen beziehungsweise auf das es nach Fälligkeit zurückgezahlt wird.
p.a.
Abkürzung für „per annum“, also „pro Jahr“. Zinssätze werden üblicherweise als Jahreszinssatz angegeben.
KESt
Kapitalertragsteuer. Zinsen aus Bankeinlagen wie Termineinlagen beziehungsweise Festgeld unterliegen für österreichische Privatanleger grundsätzlich 25 %.
Einlagensicherung
Gesetzliches Sicherungssystem für gedeckte Bankeinlagen. Die allgemeine Sicherungsgrenze beträgt grundsätzlich 100.000 Euro pro berechtigter Person und Bank einschließlich Zinsen.
Vorschusszinsen
Traditioneller Begriff aus dem gebundenen Sparen für eine Zinsbelastung bei vorzeitiger Behebung. Die Regel darf nicht automatisch auf jedes moderne Festgeldprodukt übertragen werden.
Festgeldtreppe
Aufteilung eines größeren Betrags auf mehrere Festgeldanlagen mit unterschiedlichen Laufzeiten und Fälligkeitsterminen.

FAQ zum Festgeld Vergleich Österreich

Was ist Festgeld einfach erklärt?

Festgeld ist Geld, das bei einer Bank für eine vorher vereinbarte Laufzeit angelegt wird. Bei klassischen Festgeldangeboten steht der Zinssatz bereits beim Abschluss fest. Dafür kann während der Laufzeit regelmäßig nicht frei über das Geld verfügt werden.

Wie nennt man Festgeld in Österreich?

Neben „Festgeld“ sind in Österreich Begriffe wie Termineinlage, gebundenes Sparen, gebundene Spareinlage, gebundenes Sparbuch oder Kapitalsparbuch bekannt. Die Produkte verfolgen häufig eine ähnliche Grundidee, können sich rechtlich und bei den Vertragsbedingungen aber unterscheiden.

Ist gebundenes Sparen dasselbe wie Festgeld?

Im Alltagsgebrauch werden beide Begriffe häufig für sehr ähnliche Sparformen verwendet. Ein klassisches gebundenes Sparbuch kann jedoch andere Regeln für vorzeitige Behebungen oder Verlängerungen besitzen als ein modernes Festgeldkonto.

Ist ein Kapitalsparbuch Festgeld?

Ein Kapitalsparbuch erfüllt traditionell eine sehr ähnliche Funktion: Geld wird für einen bestimmten Zeitraum gebunden und verzinst. Die genaue Ausgestaltung hängt vom jeweiligen Produkt ab, weshalb die Vertragsbedingungen entscheidend bleiben.

Wie hoch sind die Festgeldzinsen in Österreich aktuell?

Es gibt keinen einheitlichen Festgeldzinssatz. Banken bieten je nach Laufzeit, Anlagebetrag und Aktion unterschiedliche Konditionen. Deshalb zeigt der Vergleichsrechner weiter oben aktuelle Angebote, statt einen statischen Zinssatz dauerhaft im Artikel festzuschreiben.

Welche Bank hat die besten Festgeldzinsen?

Das kann sich laufend ändern und hängt außerdem von der gewünschten Laufzeit ab. Ein Anbieter kann beispielsweise bei kurzer Bindung attraktiv sein, während bei einer anderen Laufzeit eine andere Bank besser abschneidet.

Welche Festgeld-Laufzeit ist am besten?

Die passende Laufzeit endet idealerweise ungefähr zu dem Zeitpunkt, zu dem das Geld wieder benötigt wird. Der höchste Zinssatz allein sollte die Bindungsdauer nicht bestimmen.

Ist Festgeld sicher?

Festgeld ist eine Bankeinlage und gehört grundsätzlich zu den gedeckten Einlagen. Die gesetzliche Einlagensicherung schützt gedeckte Einlagen samt Zinsen grundsätzlich bis 100.000 Euro pro berechtigter Person und Bank.

Sind 100.000 Euro Festgeld vollständig geschützt?

Bei der Sicherungsgrenze werden grundsätzlich die gedeckten Einlagen einschließlich Zinsen bei derselben Bank betrachtet. Wer exakt an der Grenze veranlagt oder weitere Guthaben bei derselben Bank hält, sollte deshalb genauer rechnen und das geltende Sicherungssystem prüfen.

Sind Festgeldzinsen in Österreich steuerpflichtig?

Ja. Zinsen aus Bankeinlagen wie Termineinlagen beziehungsweise Festgeldern unterliegen für österreichische Privatanleger grundsätzlich einem besonderen Steuersatz von 25 Prozent.

Muss ich Festgeldzinsen selbst versteuern?

Bei einer inländischen auszahlenden Stelle wird die KESt grundsätzlich von der Bank einbehalten. Bei ausländischen Banken ohne österreichischen Steuerabzug kann eine Erklärung der Zinsen in Österreich erforderlich sein.

Kann ich Festgeld vorzeitig kündigen?

Das hängt vom konkreten Vertrag ab. Bei manchen Festgeldkonten ist eine vorzeitige Verfügung nicht vorgesehen, andere Angebote kennen besondere Ausnahmen oder finanzielle Nachteile. Diese Regel sollte unbedingt vor der Eröffnung geprüft werden.

Was passiert, wenn ich mein Festgeld früher brauche?

Ist keine vorzeitige Auszahlung vorgesehen, muss grundsätzlich bis zur Fälligkeit gewartet werden. Deshalb sollte nur Geld gebunden werden, das für die gesamte Laufzeit voraussichtlich nicht gebraucht wird.

Was sind Vorschusszinsen?

Vorschusszinsen kennt man in Österreich insbesondere aus dem klassischen gebundenen Sparen beziehungsweise gebundenen Sparbuch. Sie können bei vorzeitiger Behebung den Zinsertrag reduzieren. Für moderne Festgeldkonten gelten jedoch die jeweiligen Vertragsbedingungen; eine allgemeine Vorschusszinsregel darf nicht vorausgesetzt werden.

Ist Festgeld besser als Tagesgeld?

Festgeld bietet mehr Zins- und Laufzeitplanung, Tagesgeld mehr Flexibilität. Für den Notgroschen ist tägliche Verfügbarkeit meist wichtiger; für einen Betrag, der zu einem bekannten späteren Termin benötigt wird, kann Festgeld besser passen.

Ist Festgeld besser als ein Sparbuch?

Nicht pauschal. Modernes Festgeld richtet sich stark an Sparer, die eine klare Bindungsdauer wünschen und online vergleichen möchten. Ein klassisches Sparbuch kann andere Zugriffs- und Bedienmöglichkeiten bieten. Entscheidend sind Zinssatz, Bindung, Kosten und persönliche Nutzung.

Ist Festgeld besser als Bundesschatz?

Beide erfüllen unterschiedliche rechtliche Konstruktionen. Festgeld ist eine Bankeinlage und grundsätzlich einlagengesichert; Bundesschatz ist ein Wertpapier der Republik Österreich. Zusätzlich unterscheiden sich die österreichischen Steuersätze auf die jeweiligen Zinsen.

Kann ich mehrere Festgeldkonten haben?

Ja. Mehrere Laufzeiten oder Banken können beispielsweise für eine Festgeldtreppe genutzt werden. Für die Einlagensicherung muss jedoch immer geprüft werden, welche Konten zur selben rechtlichen Bank gehören.

Was ist eine Festgeldtreppe?

Bei einer Festgeldtreppe wird ein größerer Betrag auf mehrere Anlagen mit unterschiedlichen Laufzeiten verteilt. Dadurch wird nicht das gesamte Kapital zum selben Zeitpunkt gebunden und einzelne Teilbeträge werden früher wieder verfügbar.

Kann ich Festgeld bei einer ausländischen Bank eröffnen?

Grundsätzlich können auch Banken aus anderen EU-Staaten Angebote für österreichische Sparer bereitstellen. Vor Abschluss sollten zuständige Einlagensicherung, Vertragspartner und österreichische Steuerabwicklung geprüft werden.

Ist ausländisches Festgeld bis 100.000 Euro geschützt?

Bei einer Zweigniederlassung einer Bank aus einem anderen EU-Staat ist grundsätzlich das Sicherungssystem des Staates zuständig, in dem die Bank konzessioniert ist. Innerhalb der EU bestehen harmonisierte Schutzvorgaben, die konkrete Abwicklung kann jedoch vom österreichischen System abweichen.

Was passiert nach Ende der Festgeldlaufzeit?

Je nach Produkt werden Kapital und Zinsen auf das Referenzkonto zurückgezahlt, erneut angelegt oder die Anlage wird entsprechend den Vertragsregeln verlängert. Deshalb sollte die Fälligkeitsregel bereits vor der Kontoeröffnung geprüft werden.

Kann Festgeld automatisch verlängert werden?

Bei bestimmten Produkten ist eine automatische Verlängerung beziehungsweise Prolongation möglich. Ob das bei einem konkreten Angebot geschieht und bis wann widersprochen werden muss, steht in den Vertragsbedingungen.

Wie finde ich das passende Festgeld für Österreich?

Bestimmen Sie zuerst den Betrag und die maximale Laufzeit, während der Sie das Geld sicher nicht benötigen. Vergleichen Sie anschließend Zinssatz, Einlagensicherung, Mindestanlage, Fälligkeitsregel und Anbieter. Der Festgeld-Vergleich weiter oben ermöglicht die aktuelle Gegenüberstellung verfügbarer Angebote.

Quellen und weiterführende Informationen

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und stellt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Zinssätze und Bankbedingungen ändern sich laufend. Prüfen Sie vor einer Festgeldanlage insbesondere Laufzeit, Verfügbarkeit, Steuerabwicklung, Vertragspartner und das geltende Einlagensicherungssystem anhand der aktuellen Unterlagen des jeweiligen Anbieters.

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