Sonnenfinsternis über Österreich: Am 12. August 2026 folgen die Perseiden

Stand: 3. August 2026. Am Mittwoch, dem 12. August 2026, lohnt sich in ganz Österreich der Blick zum Himmel: Ab ungefähr 19:22 Uhr beginnt eine starke partielle Sonnenfinsternis. Je nach Standort werden rund 82 bis 90 Prozent der sichtbaren Sonnenfläche vom Mond bedeckt. Wenige Stunden später erreichen die Perseiden ihr Maximum – diesmal nahezu ohne störendes Mondlicht.

Entscheidend ist allerdings der richtige Standort. Die Sonne steht während der Finsternis bereits sehr tief über dem Horizont. Gebäude, Bäume, Berge oder Hügel können das Schauspiel deshalb deutlich früher beenden als die astronomisch berechneten Zeiten vermuten lassen. Wer die Sonnenfinsternis beobachten möchte, braucht einen freien Blick nach Westen bis Westnordwesten und eine geeignete Sonnenfinsternisbrille.

Wichtig: In Österreich wird die Sonnenfinsternis zu keinem Zeitpunkt total. Es gibt daher während des gesamten Ereignisses keine Phase, in der man ohne geeigneten Augenschutz direkt in die Sonne schauen darf. Normale Sonnenbrillen reichen nicht aus.

Sonnenfinsternis am 12. August 2026: Das Wichtigste in Kürze

Frage Antwort
Wann findet die Sonnenfinsternis statt? Am Mittwoch, dem 12. August 2026, am frühen Abend
Wann beginnt sie in Österreich? Je nach Standort ungefähr zwischen 19:21 und 19:25 Uhr
Ist sie in Österreich total? Nein, in Österreich ist sie ausschließlich partiell sichtbar
Wie stark wird die Sonne bedeckt? Je nach Region ungefähr 82 bis 90 Prozent der Sonnenfläche
Welche Blickrichtung ist wichtig? Westen bis Westnordwesten, möglichst mit sehr tiefem und freiem Horizont
Braucht man eine Sonnenfinsternisbrille? Ja, während der gesamten Beobachtung
Wann sind die Perseiden am besten sichtbar? In der Nacht vom 12. auf den 13. August, besonders nach Mitternacht und vor der Morgendämmerung

Uhrzeit und Sichtbarkeit in Wien, Graz, Salzburg und den Bundesländern

Die Finsternis beginnt in Österreich innerhalb weniger Minuten. Deutlich größer sind die regionalen Unterschiede beim Sonnenuntergang und bei der maximal möglichen Bedeckung. Grundsätzlich haben westliche Regionen einen Vorteil, weil die Sonne dort später untergeht.

Die folgende Tabelle zeigt berechnete Richtwerte. Die tatsächliche Beobachtungsdauer kann durch Berge, Gebäude, Bäume und den individuellen Horizont erheblich kürzer sein.

Ort Beginn ungefähr Berechnetes Maximum Maximale Flächenbedeckung ungefähr
Bregenz 19:24 Uhr 20:17 Uhr 90 Prozent
Innsbruck 19:24 Uhr 20:17 Uhr knapp 90 Prozent
Salzburg 19:23 Uhr 20:15 Uhr knapp 89 Prozent
Villach 19:25 Uhr 20:16 Uhr rund 89 Prozent
Linz 19:22 Uhr 20:14 Uhr knapp 88 Prozent
Klagenfurt 19:25 Uhr 20:13 Uhr knapp 87 Prozent
Wien 19:22 Uhr etwa 20:10 bis 20:13 Uhr rund 85 Prozent der Fläche
Graz 19:24 Uhr 20:11 Uhr rund 84 Prozent
Eisenstadt 19:22 Uhr 20:08 Uhr rund 82 Prozent

Die Prozentwerte beschreiben die berechnete Bedeckung der Sonnenfläche. Andere Darstellungen verwenden teilweise die sogenannte Finsternismagnitude, also den bedeckten Anteil des Sonnendurchmessers. Deshalb können veröffentlichte Prozentangaben voneinander abweichen.

Warum der freie Westhorizont wichtiger ist als die genaue Uhrzeit

Die Sonne steht zu Beginn der Finsternis nur noch wenige Grad über dem Horizont. Im Atterseegebiet beginnt das Ereignis beispielsweise gegen 19:23 Uhr bei einer Sonnenhöhe von ungefähr acht Grad. Rund um die stärkste Phase steht die Sonne dort nur noch etwa einen Grad über dem Horizont.

Ein scheinbar guter Aussichtspunkt kann deshalb ungeeignet sein, wenn westlich davon ein Bergrücken, dichter Wald, ein höheres Gebäude oder eine Geländekante liegt. Selbst ein Standort auf einem Hügel hilft wenig, wenn der Blick in Richtung Sonnenuntergang verstellt ist.

Zur Orientierung kann zusätzlich der Regionalsuche-Ratgeber über Sonnenuntergang und Dämmerung in Österreich genutzt werden. Die konkreten Sonnenuntergangszeiten unterscheiden sich jedoch je nach Ort.

Sonnenfinsternis in Österreich - wo kann ich die beobachten?
Sonnenfinsternis in Österreich und weltweit beobachten  – wann wie beobachten?

Wo sieht man die Sonnenfinsternis in Österreich am besten?

Es gibt nicht den einen besten Beobachtungsplatz für ganz Österreich. Geeignet ist ein Standort, wenn er mehrere Voraussetzungen erfüllt:

  • Freier Blick nach Westen: Der Horizont sollte möglichst tief und nicht durch Berge, Häuser oder Bäume verstellt sein.
  • Ausreichend Platz: Straßenränder, enge Parkbuchten und unübersichtliche Kurven sind ungeeignet.
  • Sichere Erreichbarkeit: Der Rückweg findet teilweise bereits in der Dämmerung statt.
  • Keine spontane Bergtour: Für die Sonnenfinsternis ist ein freier Horizont wichtiger als ein möglichst hoher oder alpiner Gipfel.
  • Aktuelle Bewölkung prüfen: Eine Wolkenlücke in Richtung Westen ist wichtiger als blauer Himmel in einer anderen Himmelsrichtung.

Geeignete Arten von Beobachtungsorten

Je nach Region können folgende Orte sinnvoll sein:

  • frei zugängliche Aussichtspunkte mit Westblick
  • große Wiesen außerhalb dichter Ortschaften
  • Seeufer mit offenem Blick nach Westen
  • erhöhte Stadtbereiche ohne vorgelagerte Hügel
  • breite Flussufer und offene Freiflächen
  • organisierte Beobachtungsplätze von Sternwarten oder Planetarien

Seen sind nicht automatisch ideal. Befinden sich am westlichen Ufer hohe Berge, kann die Sonne deutlich vor dem astronomischen Sonnenuntergang verschwinden. Vor der Anreise sollte deshalb die tatsächliche Blickrichtung vor Ort geprüft werden.

Beobachtungsveranstaltungen in Wien

In Wien laden die astronomischen Einrichtungen der Volkshochschulen zur gemeinsamen Beobachtung ein. Am 12. August 2026 ist am linken Ufer der Neuen Donau auf Höhe Reichsbrücke und Copa Beach von 19:20 bis 20:00 Uhr eine kostenlose Beobachtung geplant. Vor Ort sollen Solar Viewer bereitgestellt werden.

Eine weitere kostenlose Beobachtung findet in der Urania Sternwarte in Wien statt. Bei geeignetem Wetter wird von der Dachterrasse beobachtet; zusätzlich ist ein kommentierter Livestream aus verschiedenen Regionen Europas vorgesehen.

Schon am 10. August 2026 bietet das Planetarium Wien eine Spezialveranstaltung zur Sonnenfinsternis an. Termine, Kapazitäten und mögliche Änderungen sollten unmittelbar vor dem Besuch direkt beim Veranstalter kontrolliert werden.

Sonnenfinsternis sicher beobachten: Diese Regeln sind entscheidend

Auch eine zu 90 Prozent bedeckte Sonne ist für die Augen gefährlich. Der verbleibende helle Teil der Sonnenscheibe reicht aus, um schwere und dauerhafte Netzhautschäden zu verursachen.

Geeignete Sonnenfinsternisbrille verwenden

Für die direkte Beobachtung braucht man eine speziell für die Sonnenbeobachtung geeignete Finsternisbrille oder einen sicheren Solar Viewer. Entsprechende Produkte sollten dem internationalen Standard ISO 12312-2 entsprechen.

Vor der Nutzung muss die Folie kontrolliert werden. Zerkratzte, eingerissene, geknickte oder anderweitig beschädigte Brillen dürfen nicht mehr verwendet werden. Kinder sollten die Sonnenfinsternis nur unter unmittelbarer Aufsicht beobachten.

Was nicht als Schutz geeignet ist

  • normale Sonnenbrillen – auch sehr dunkle Modelle
  • mehrere übereinandergelegte Sonnenbrillen
  • Rettungsdecken
  • CDs oder DVDs
  • belichtete Filme oder Röntgenbilder
  • rußgeschwärzte Glasscheiben
  • unkontrollierte Folien und selbst gebastelte Filter

Fernglas, Teleskop und Kamera benötigen eigene Filter

Eine Finsternisbrille darf nicht gemeinsam mit einem ungeschützten Fernglas, Teleskop oder Kameraobjektiv verwendet werden. Die Optik bündelt das Sonnenlicht und kann den Filter sowie die Augen innerhalb kürzester Zeit schädigen.

Für optische Geräte ist ein geeigneter Sonnenfilter notwendig, der vorne an der dem Sonnenlicht zugewandten Seite sicher befestigt wird. Unsichere Eigenkonstruktionen sollten nicht verwendet werden. Wer mit einem Teleskop oder einem starken Teleobjektiv arbeiten möchte, sollte sich vorher fachkundig beraten lassen.

Beobachten ohne direkte Sicht: Lochkamera und Projektion

Steht keine sichere Finsternisbrille zur Verfügung, kann das Sonnenbild indirekt projiziert werden. Eine einfache Lochkamera wirft das Bild der Sonnensichel auf eine helle Fläche. Dabei steht die beobachtende Person mit dem Rücken zur Sonne und betrachtet ausschließlich die Projektion.

Niemals durch das Loch in Richtung Sonne schauen. Auch Küchensiebe oder Gegenstände mit vielen kleinen Öffnungen können während der partiellen Phase zahlreiche kleine Sonnensichel-Projektionen auf den Boden werfen.

Sonnenfinsternis mit dem Smartphone fotografieren

Ein Smartphone einfach ungeschützt direkt auf die Sonne zu richten, ist keine empfehlenswerte Lösung. Besonders Teleobjektive und optische Vergrößerungen bündeln viel Licht. Für Nahaufnahmen ist ein geeigneter Sonnenfilter vor dem Objektiv erforderlich.

Ein sicherer und oft wirkungsvollerer Ansatz ist, die Landschaft zum Hauptmotiv zu machen:

  • Smartphone auf ein Stativ oder eine feste Unterlage stellen
  • weitwinklige Landschaftsaufnahme statt extremer Vergrößerung wählen
  • Belichtung deutlich reduzieren
  • Berge, See, Bäume oder Menschen als Silhouetten integrieren
  • vorher Bildausschnitt und Blickrichtung testen
  • nicht während der Beobachtung rückwärts auf Straßen oder Abhänge gehen

Die Sonne wird auf einem normalen Weitwinkelfoto sehr klein erscheinen. Gerade für ein stimmungsvolles Erinnerungsbild kann eine Landschaftsaufnahme dennoch überzeugender sein als eine unscharfe digitale Vergrößerung.

Nach der Sonnenfinsternis kommen die Perseiden

Mit dem Sonnenuntergang endet der besondere Astronomietag noch nicht. In der Nacht vom 12. auf den 13. August 2026 erreichen die Perseiden ihr Maximum. Da am 12. August Neumond ist, stört praktisch kein Mondlicht. Die Voraussetzungen sind damit wesentlich günstiger als in vielen anderen Jahren.

Die Perseiden sind bereits vor und nach dem Maximum aktiv. Für die meisten Beobachterinnen und Beobachter ist die zweite Nachthälfte besonders interessant, weil der Ausstrahlungspunkt des Meteorstroms dann höher über dem Horizont steht.

Wann sollte man nach Sternschnuppen schauen?

Ein erster Versuch ist möglich, sobald es ausreichend dunkel geworden ist. Die besten Chancen bestehen jedoch normalerweise:

  • nach Mitternacht
  • in den frühen Morgenstunden des 13. August
  • an einem dunklen Standort mit weitem Himmel
  • nach mindestens 20 Minuten Gewöhnung an die Dunkelheit

Die häufig genannten Werte von bis zu 100 Meteoren pro Stunde gelten für ideale, standardisierte Bedingungen und einen vollständig dunklen Himmel. In der Praxis sehen einzelne Personen meist deutlich weniger Sternschnuppen. Lichtverschmutzung, Wolken, eingeschränkte Rundumsicht und ständiger Blick auf das Smartphone reduzieren die Zahl zusätzlich.

Wo muss man hinschauen?

Die Meteore scheinen aus der Richtung des Sternbilds Perseus zu kommen. Man muss dieses Sternbild aber nicht finden. Im Gegenteil: Die längeren Leuchtspuren sieht man oft in größerem Abstand zum sogenannten Radianten.

Am besten ist eine bequeme Liegeposition mit möglichst großem Blickfeld. Ein Fernglas oder Teleskop hilft bei Sternschnuppen nicht, weil das Sichtfeld dieser Geräte viel zu klein ist.

Was macht einen guten Perseiden-Platz aus?

  • möglichst wenig künstliches Licht
  • weiter Blick auf große Teile des Himmels
  • keine direkt sichtbaren Straßenlaternen
  • sicherer und erlaubter Aufenthaltsort
  • warme Kleidung oder Decke trotz sommerlicher Temperaturen
  • kein Betreten gesperrter Wiesen, Schutzgebiete oder Privatgrundstücke

Wer Astronomie lieber begleitet erlebt, findet auf Regionalsuche unter anderem Informationen zu den Sternführungen in der Sternwarte Linz, zur Antares Sternwarte in Michelbach und zum Planetarium Klagenfurt. Programme und Öffnungszeiten sollten vor einer Fahrt direkt bei den Einrichtungen geprüft werden.

Perseiden mit dem Smartphone oder der Kamera fotografieren

Eine einzelne Sternschnuppe gezielt zu fotografieren ist schwierig, weil sie nur kurz und an einer nicht vorhersehbaren Stelle erscheint. Die Chancen steigen mit einer langen Serie automatischer Aufnahmen.

Einfache Grundeinstellungen

  • Kamera oder Smartphone stabil auf einem Stativ befestigen
  • Weitwinkel verwenden
  • Fokus manuell auf einen weit entfernten Punkt oder die Sterne setzen
  • mehrere Sekunden belichten
  • Serienaufnahme oder Intervallfunktion aktivieren
  • Bildschirmhelligkeit reduzieren
  • Blitz ausschalten

Bei Smartphones liefern Nachtmodus und Astrofotografie-Modus je nach Modell unterschiedliche Ergebnisse. Wichtig ist vor allem, dass das Gerät während der Aufnahme vollkommen ruhig bleibt.

Viele spektakuläre Bilder mit Dutzenden Sternschnuppen sind aus zahlreichen Einzelaufnahmen zusammengesetzt. Sie zeigen daher nicht zwingend, was eine Person gleichzeitig mit freiem Auge sehen konnte.

Was passiert bei einer partiellen Sonnenfinsternis?

Eine Sonnenfinsternis entsteht, wenn der Mond aus Sicht der Erde vor der Sonne vorbeizieht. Der Kernschatten des Mondes trifft am 12. August 2026 unter anderem Teile Grönlands, Islands, Spaniens und einen kleinen Bereich Portugals. Dort ist die Finsternis total.

Österreich liegt außerhalb dieser Totalitätszone. Hier bedeckt der Mond nur einen Teil der Sonnenscheibe. Trotz der starken Bedeckung bleibt es daher wesentlich heller als während einer totalen Sonnenfinsternis. Auffällig können dennoch das gedämpfte Licht, veränderte Schatten und die sichelförmigen Sonnenbilder unter Bäumen sein.

Was tun, wenn Wolken die Sonnenfinsternis verdecken?

Eine zuverlässige lokale Wetterprognose ist erst kurz vor dem Termin möglich. Mehrere Tage vorher können sich Bewölkung, Gewitter und lokale Wolkenfelder noch deutlich verschieben.

Am sinnvollsten ist folgender Ablauf:

  1. Am 11. August die Wetterentwicklung für mehrere mögliche Standorte prüfen.
  2. Am 12. August aktuelle Satellitenbilder und kurzfristige Bewölkungsprognosen ansehen.
  3. Nicht nur die Gesamtbewölkung, sondern speziell den Westhorizont berücksichtigen.
  4. Keine riskante Fernfahrt aufgrund einer unsicheren einzelnen Wetter-App unternehmen.
  5. Bei dichter Bewölkung auf einen seriösen Livestream aus der Totalitätszone ausweichen.

Dünne Wolken machen den direkten Blick in die Sonne nicht sicher. Auch bei Dunst oder Bewölkung muss für jede direkte Beobachtung ein geeigneter Sonnenfilter verwendet werden.

Welche Sonnenfinsternisse folgen nach 2026?

Der Ratgeber bleibt auch nach dem 12. August relevant: Schon am 2. August 2027 folgt die nächste in Österreich sichtbare partielle Sonnenfinsternis. Die Totalitätszone dieser Finsternis verläuft unter anderem über Südspanien, Nordafrika und Teile des Nahen Ostens.

Am 26. Januar 2028 ereignet sich über Teilen der Erde eine ringförmige Sonnenfinsternis. Von Österreich aus ist sie – abhängig vom genauen Standort und Sonnenstand – wiederum nur partiell beziehungsweise eingeschränkt sichtbar.

Die grundlegenden Regeln bleiben bei jeder partiellen Sonnenfinsternis gleich: freier Horizont, aktuelle Standortzeiten und lückenloser geeigneter Augenschutz.

Checkliste für den 12. August 2026

  • Beobachtungsort vorab prüfen: Freier Blick nach Westen bis Westnordwesten.
  • Spätestens gegen 19:00 Uhr vor Ort sein: So bleibt Zeit für Standortwechsel und Vorbereitung.
  • Geeignete Finsternisbrille einpacken: Vorher auf Kratzer und Beschädigungen kontrollieren.
  • Kinder beaufsichtigen: Die Brille muss vor jedem Blick zur Sonne korrekt sitzen.
  • Keine ungeschützten optischen Geräte verwenden: Das gilt auch für Kameras und Ferngläser.
  • Wetter kurzfristig prüfen: Besonders die Bewölkung in Richtung Westen beachten.
  • Für die Perseiden bleiben: Dunklen Standort, Decke, warme Kleidung und Geduld einplanen.
  • Rücksicht nehmen: Keine Privatgrundstücke, gesperrten Wege oder landwirtschaftlich genutzten Flächen betreten.

Häufige Fragen zur Sonnenfinsternis und zu den Perseiden 2026

Wann beginnt die Sonnenfinsternis 2026 in Österreich?

Die partielle Sonnenfinsternis beginnt am 12. August 2026 je nach Standort ungefähr zwischen 19:21 und 19:25 Uhr. In Wien beginnt sie gegen 19:22 Uhr, in Salzburg gegen 19:23 Uhr und in Graz gegen 19:24 Uhr.

Ist die Sonnenfinsternis in Österreich total?

Nein. In ganz Österreich ist die Sonnenfinsternis ausschließlich partiell sichtbar. Die Totalitätszone verläuft unter anderem über Grönland, Island und Spanien.

Wo ist die Sonnenfinsternis in Österreich am stärksten?

Die größte berechnete Bedeckung gibt es tendenziell im Westen Österreichs. Bregenz und Teile Vorarlbergs erreichen ungefähr 90 Prozent. Entscheidend bleibt aber, ob der tiefe Westhorizont tatsächlich frei ist.

Kann man die Sonnenfinsternis mit einer normalen Sonnenbrille ansehen?

Nein. Normale Sonnenbrillen bieten keinen ausreichenden Schutz. Erforderlich ist eine für die direkte Sonnenbeobachtung geeignete Finsternisbrille beziehungsweise ein sicherer Solar Viewer.

Darf man während der stärksten Phase kurz ohne Brille schauen?

Nein. Da die Sonnenfinsternis in Österreich nicht total wird, bleibt ein Teil der hellen Sonnenscheibe immer sichtbar. Geeigneter Augenschutz ist daher während der gesamten Beobachtung notwendig.

Kann ich ein Fernglas mit Sonnenfinsternisbrille verwenden?

Nein. Eine Sonnenfinsternisbrille vor den Augen schützt nicht vor dem durch ein ungeschütztes Fernglas gebündelten Sonnenlicht. Ferngläser, Teleskope und Kameras brauchen eigene geeignete Filter vor der Optik.

Wann erreichen die Perseiden 2026 ihr Maximum?

Das Maximum wird in der Nacht vom 12. auf den 13. August 2026 erwartet. Besonders günstig sind die Stunden nach Mitternacht bis zur Morgendämmerung.

Warum sind die Bedingungen für die Perseiden 2026 besonders gut?

Am 12. August ist Neumond. Dadurch fehlt in der Maximumsnacht störendes Mondlicht und der Himmel kann an dunklen Standorten besonders dunkel sein.

Braucht man für die Perseiden ein Teleskop?

Nein. Sternschnuppen beobachtet man am besten mit freiem Auge, weil ein möglichst großes Blickfeld benötigt wird. Ein Teleskop oder Fernglas zeigt nur einen kleinen Ausschnitt des Himmels.

Was passiert bei schlechtem Wetter?

Bei dichter Bewölkung ist die Sonnenfinsternis vor Ort nicht sichtbar. Als Alternative bieten astronomische Einrichtungen und Raumfahrtorganisationen Livestreams aus anderen Regionen Europas beziehungsweise aus der Totalitätszone an.

Quellen und weiterführende Informationen

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Verfasst von Redaktion

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