Am 1. Jänner 2026 startet Österreich musikalisch ins neue Jahr: Das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker aus dem Goldenen Saal des Musikvereins wird wieder live übertragen – und ist gleichzeitig eine weltweite Visitenkarte der „Wiener Klangkultur“.
| Fakt | Stand 2026 |
|---|---|
| Datum / Beginn | Do, 01.01.2026, 11:15 |
| Ort | Wien, Musikverein (Goldener Saal) |
| Orchester | Wiener Philharmoniker |
| Dirigent | Yannick Nézet-Séguin (Debüt beim Neujahrskonzert) |
| Live im TV (AT) | ORF 2 (ab 11:15) |
| Live im Radio (AT) | Ö1 (ab 11:15) |
| Stream (AT) | ORF ON (Live) |
| Besonderheit 2026 | Mehrere Neujahrskonzert-Premieren; u. a. Werke von Komponistinnen |
| Reichweite | Weltweit TV/Streaming in 150+ Ländern |
Merke: Die ORF-Liveübertragung wird 2026 auch mit Live-Untertitelung angeboten (Teletext und Stream).
Traditionelles Neujahrskonzert erleben
Warum ist das Neujahrskonzert in Österreich mehr als „nur“ ein Konzert? Weil hier mehrere Ebenen zusammenkommen: Musik, Ritual, Medienereignis und ein Stück Zeitgeschichte.
- Tradition: Walzer, Polkas und Märsche (v. a. aus der Strauss-Welt) sind der klingende Jahresauftakt.
- Symbolik: Ein „Prosit“ ohne Worte – aber mit Wiener Klang, Blumenpracht und festlicher Atmosphäre.
- Geschichte: Der Ursprung liegt in der Zeit des Zweiten Weltkriegs (erstes Konzert Ende 1939; ab 1941 am Neujahrstag).
- Medienwirkung: Durch weltweite Übertragungen ist es Österreichs bekanntestes Klassikformat.
Programm 2026: vollständige Werkliste
Das offizielle Programm (Reihenfolge gemäß Programmangabe):
- Johann Strauss (Sohn): Ouvertüre zur Operette „Indigo und die vierzig Räuber“
- Carl Michael Ziehrer: „Donausagen“, Walzer, op. 446
- Joseph Lanner: „Malapou-Galoppe“, op. 148
- Eduard Strauss: „Brausteufelchen“, Polka schnell, op. 154
- Johann Strauss (Sohn): „Fledermaus-Quadrille“, op. 363
- Johann Strauss (Vater): „Der Karneval in Paris“, Galopp, op. 100
- Franz von Suppè: Ouvertüre zur Operette „Die schöne Galathée“
- Josefine Weinlich: „Sirenen Lieder“, Polka mazur, op. 13 (Arrangement: W. Dörner)
- Josef Strauss: „Frauenwürde“, Walzer, op. 277
- Johann Strauss (Sohn): „Diplomaten-Polka“, Polka française, op. 448
- Florence Price: „Rainbow Waltz“ (Arrangement: W. Dörner)
- Hans Christian Lumbye: „Københavns Jernbane-Damp-Galop“
- Johann Strauss (Sohn): „Rosen aus dem Süden“, Walzer, op. 388
- Johann Strauss (Sohn): „Egyptischer Marsch“, op. 335
- Josef Strauss: „Olive Branch Waltz“, op. 207
Was am Programm 2026 auffällt
- Premieren-Flair: Mehrere Werke sind 2026 erstmals in einem Neujahrskonzert zu hören.
- Komponistinnen im Fokus: Mit Werken von Josefine Weinlich und Florence Price setzt das Programm zusätzliche Akzente.
- Wien und die Welt: Neben der Strauss-Tradition zeigen auch Gäste wie Lumbye oder Price, wie weit der „Wiener Walzer-Gedanke“ ausstrahlen kann.
Wo wird das Neujahrskonzert 2026 in Österreich übertragen?
| Plattform | Wann / Hinweis |
|---|---|
| ORF 2 | Live: 01.01., 11:15 |
| Ö1 | Live: 01.01., 11:15 (Radio) |
| ORF ON | Live-Stream: 01.01., ab 11:15 |
| Untertitel (AT) | Live: Teletext 777 + ORF-ON-Stream |
| ORF III | Dacapo: 01.01., 20:15 |
| 3sat | Dacapo: 03.01., 20:15 |
| ORF 2 | Weitere Ausstrahlung: 06.01., 10:05 (matinee) |
Tradition & Geschichte: Wie alles begann
Das Neujahrskonzert hat eine ambivalente Entstehungsgeschichte: Ein Strauss-Konzert fand zunächst am 31. Dezember 1939 statt; ab 1. Jänner 1941 wurde am Neujahrstag gespielt – und daraus entwickelte sich die heutige Institution.
Typische Rituale: Donauwalzer & Radetzky-Marsch
Viele verbinden das Neujahrskonzert mit zwei Fixpunkten: dem „Donauwalzer“ als musikalischem Gänsehautmoment und dem „Radetzky-Marsch“ als publikumsnaher Ausklang. Historisch interessant: Der „Radetzky-Marsch“ wurde beim Neujahrskonzert erstmals am 1. Jänner 1946 gespielt.
Blumen, Ballett & Pausenfilm
- Blumenschmuck: Der Goldene Saal wird traditionell prachtvoll dekoriert.
- Ballett-Einlagen: Teil der TV-Inszenierung (vorproduzierte Tanzeinlagen).
- Pausenfilm: 2026 mit Schwerpunkt „250 Jahre Sammlung Albertina“ (zur Konzertpause angekündigt).
Tickets: Warum es (fast) unmöglich ist, Karten zu kaufen
Die Nachfrage ist extrem hoch. Karten für die Jahresendkonzerte werden daher per Auslosung vergeben (über die offizielle Website der Wiener Philharmoniker, typischerweise zu Jahresbeginn).
FAQ zum Neujahrskonzert 2026
Wann beginnt das Neujahrskonzert 2026?
Am 1. Jänner 2026 ist der Beginn (und die ORF-Liveübertragung) mit 11:15 angesetzt.
Wo findet das Konzert statt?
Im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins in Wien.
Wer dirigiert 2026?
Yannick Nézet-Séguin dirigiert 2026 erstmals das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker.
Wo kann ich es in Österreich live sehen?
Live im TV auf ORF 2 und als Stream auf ORF ON.
Wo kann ich es in Österreich live hören?
Live im Radio auf Ö1.
Gibt es Untertitel?
Ja, die ORF-Liveübertragung wird 2026 auch live untertitelt (Teletext 777 und im ORF-ON-Stream).
Wird das Konzert wiederholt?
Ja. In Österreich sind Wiederholungen (Dacapo) u. a. auf ORF III am 1. Jänner am Abend sowie weitere Termine rund um den 6. Jänner angekündigt.
Was ist 2026 programmatisch besonders?
Es gibt mehrere Neujahrskonzert-Premieren, und es sind Werke von Komponistinnen (Josefine Weinlich, Florence Price) im Programm.
Warum ist das Neujahrskonzert historisch „besonders“?
Weil sein Ursprung in die Zeit des Zweiten Weltkriegs fällt (erstes Konzert Ende 1939; ab 1941 am Neujahrstag) und sich daraus eine weltbekannte Tradition entwickelte.
