Die christliche Fastenzeit 2026 beginnt in Österreich (westliche Kirchen) am Aschermittwoch, 18. Februar 2026.
In der römisch-katholischen Liturgie endet die österliche Bußzeit mit dem Beginn der Messe vom Letzten Abendmahl am Gründonnerstagabend, 2. April 2026.
Viele Menschen verstehen „Fastenzeit“ alltagssprachlich bis Karsamstag (4. April 2026) bzw. bis zur Osternacht/Ostersonntag (5. April 2026), weil bis dahin weiter Verzicht und Stille prägend sind.
Termine 2026 – Fastenzeit & Ostern
| Tag | Datum 2026 | Was gefeiert wird (kurz) |
|---|---|---|
| Aschermittwoch | 18.02.2026 | Start der Fastenzeit: Umkehr, Buße, Aschenritus |
| 1. Fastensonntag | 22.02.2026 | Beginn der Sonntage der Fastenzeit (Sonntage sind keine strengen Fasttage) |
| Laetare (4. Fastensonntag) | 15.03.2026 | „Freut euch“: Lichtblick mitten in der Bußzeit |
| Palmsonntag | 29.03.2026 | Einzug Jesu in Jerusalem, Beginn der Karwoche |
| Gründonnerstag | 02.04.2026 | Letztes Abendmahl (Eucharistie), Beginn des Triduums am Abend |
| Karfreitag | 03.04.2026 | Leiden und Sterben Jesu (strenger Fast- und Abstinenztag) |
| Karsamstag | 04.04.2026 | Grabesruhe, Stille; am Abend Osternacht |
| Ostersonntag | 05.04.2026 | Auferstehung Jesu (Höhepunkt), Beginn der Osterzeit |
Frage: Was ist die Fastenzeit – und warum fasten wir?
Was bedeutet „Fastenzeit“ im christlichen Sinn?
Die Fastenzeit ist im Kern eine Vorbereitungszeit auf Ostern. In der katholischen Tradition wird sie auch „österliche Bußzeit“ genannt: Sie lädt ein zu Umkehr, zu einem bewussteren Leben und zur inneren Ausrichtung auf das zentrale christliche Fest – die Auferstehung Jesu.
Warum sind es „40 Tage“ – und warum werden Sonntage anders gezählt?
Die Zahl 40 ist in der Bibel ein starkes Symbol: Sie steht für eine Zeit der Prüfung, Sammlung und Neuausrichtung (z. B. Jesu 40 Tage in der Wüste).
Damit die „40 Tage“ aufgehen, werden in der westlichen Tradition die Sonntage nicht als Fasttage gezählt (Sonntag gilt als „kleiner Ostertag“). Deshalb startet die Fastenzeit am Aschermittwoch: Kalendermäßig sind es mehr als 40 Tage, aber „Fasttage“ werden symbolisch als 40 gerechnet.
Warum fasten Menschen heute – religiös UND ganz praktisch?
Christliches Fasten ist mehr als „weniger essen“. Klassisch spricht man von drei Bausteinen:
- Fasten/Verzicht: Gewohnheiten hinterfragen (Essen, Alkohol, Konsum, Medien).
- Gebet/Innere Sammlung: Zeit schaffen für Stille, Gottesdienst, Texte, Reflexion.
- Teilen/Nächstenliebe: Aufmerksamkeit für andere – Spenden, Hilfe, Solidarität.
Darum passt Fasten auch 2026 gut in die Zeit: Es ist eine „Trainingsphase“ für Fokus, Dankbarkeit und bewusstere Entscheidungen – religiös motiviert oder als spirituelle Praxis.
Was wird an welchem Tag gefeiert? Die wichtigsten Stationen erklärt
Aschermittwoch 18.02.2026 – Beginn mit einem starken Zeichen
Am Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit. In vielen katholischen Feiern bekommen Gläubige ein Aschenkreuz (oder Asche auf das Haupt) als Zeichen von Vergänglichkeit und Umkehr. Der Tag setzt den Ton: weniger „Feier“, mehr „Neuordnung“.
Die Fastensonntage: Fastenzeit mit Unterbrechung – und trotzdem ernst
Die Sonntage zählen traditionell nicht als strenge Fasttage. Trotzdem bleiben sie Teil der Fastenzeit: In Predigten und Lesungen geht es um Umkehr, Vertrauen, Versuchung, Barmherzigkeit und Hoffnung. Viele nehmen sich vor, an Sonntagen bewusst „aufzutanken“, statt den Verzicht zu „brechen“.
Laetare (5.03.2026: Ein hellerer Moment in der Mitte
Der vierte Fastensonntag heißt „Laetare“ („Freut euch“). Er wirkt wie ein kurzer Lichtstrahl: Die Fastenzeit bleibt Bußzeit, aber die Freude über das kommende Osterfest blitzt schon auf.
Palmsonntag 29.03.2026: Beginn der Karwoche
Am Palmsonntag wird der Einzug Jesu in Jerusalem erinnert. In vielen Gemeinden werden Palmzweige gesegnet. Inhaltlich ist es ein Wendepunkt: Von der Vorbereitung geht es in die unmittelbare „Erzählung“ der letzten Tage Jesu.
Gründonnerstag 02.04.2026: Letztes Abendmahl – und Start des Triduums
Am Abend des Gründonnerstags feiert die Kirche das Letzte Abendmahl (Einsetzung der Eucharistie). Liturgisch beginnt damit das Ostertriduum (die „drei heiligen Tage“). Genau deshalb wird oft gesagt: Die Fastenzeit im engeren liturgischen Sinn endet mit dem Beginn dieser Abendmesse.
Karfreitag 03.04.2026: Kreuz, Stille, strenger Fasttag
Der Karfreitag ist dem Leiden und Sterben Jesu gewidmet. In der katholischen Kirche ist es einer der zwei strengen Fast- und Abstinenztage (neben Aschermittwoch). In vielen Feiern steht die Kreuzverehrung im Mittelpunkt.
Karsamstag 04.04.2026: Grabesruhe – „leerer Tag“ mit großer Spannung
Der Karsamstag erinnert an die Grabesruhe Jesu. Liturgisch ist es ein Tag der Stille (keine Eucharistiefeier). Viele erleben ihn als „Zwischenraum“: noch nicht Ostern, aber schon Erwartung.
Osternacht und Ostersonntag (05.04.2026): Höhepunkt des Kirchenjahres
In der Osternacht (in der Nacht auf Ostersonntag) wird die Auferstehung gefeiert – oft mit Lichtfeier, Osterkerze und Taufgedächtnis. Der Ostersonntag ist der zentrale Festtag: Aus christlicher Sicht ist hier der Kern des Glaubens gefeiert – neues Leben, Hoffnung, Sieg über den Tod.
Frage: Welche Fastenregeln gelten 2026 in der katholischen Kirche?
- Strenge Fast- und Abstinenztage: Aschermittwoch und Karfreitag.
- Abstinenz (Fleischverzicht): traditionell an den Freitagen – als Zeichen der Erinnerung an Jesu Tod.
- Wer ist ausgenommen? Kinder, Kranke, Reisende und Menschen mit schwerer körperlicher Arbeit sollen nicht „strikt“ fasten; es geht um Sinn, nicht um Selbstschädigung.
In der Praxis wird Fasten heute oft individuell gestaltet (z. B. Süßes, Alkohol, Social Media, Konsum). Entscheidend ist, dass es zu mehr Bewusstsein, Gebet/Reflexion und Nächstenliebe führt – nicht zu Stress oder Druck.
FAQ
Wann beginnt die Fastenzeit 2026 in Österreich?
Am Aschermittwoch, 18. Februar 2026.
Wann endet die Fastenzeit 2026 genau?
Liturgisch (katholisch) endet die österliche Bußzeit mit dem Beginn der Messe vom Letzten Abendmahl am Gründonnerstagabend, 2. April 2026. Alltagssprachlich rechnen viele bis Karsamstag oder bis Osternacht/Ostersonntag, weil Karfreitag/Karsamstag weiterhin stark vom Fasten geprägt sind.
Warum heißt es „40 Tage“, wenn es im Kalender mehr sind?
Weil Sonntage nicht als Fasttage zählen. Die „40“ ist außerdem symbolisch (Bibel: Prüfung, Neuausrichtung, Wüstenzeit Jesu).
Was wird am Aschermittwoch gefeiert?
Der Beginn der Fastenzeit: Umkehr, Buße und das Aschenzeichen als Erinnerung an Vergänglichkeit und einen Neuanfang.
Was wird am Palmsonntag gefeiert?
Der Einzug Jesu in Jerusalem und der Beginn der Karwoche, die direkt auf Ostern hinführt.
Was wird am Gründonnerstag gefeiert?
Das Letzte Abendmahl (Eucharistie) – am Abend beginnt das Ostertriduum.
Was wird am Karfreitag gefeiert?
Das Leiden und Sterben Jesu. In der katholischen Kirche ist es ein strenger Fast- und Abstinenztag.
Was ist der Karsamstag?
Der Tag der Grabesruhe – geprägt von Stille und Erwartung; am Abend beginnt die Osternacht.
Was ist die Osternacht?
Die Feier der Auferstehung (oft mit Lichtfeier und Osterkerze). Sie ist liturgisch einer der Höhepunkte des Jahres.
Quellen
- Liturgischer Kalender der Erzdiözese Wien 2026: Datums-Festlegung (Aschermittwoch, Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag, Ostersonntag).
- Katholisch.at (Kirchenjahr – Fastenzeit): Begriff, Länge/„40 Tage“-Logik, Einordnung der Fastenzeit und strenger Fasttag.
- Katholisch.at (Hintergrund – Fastenzeit/österliche Bußzeit): Liturgische Einordnung und Endpunkt (Beginn der Abendmahlsfeier am Gründonnerstag).
- Erzdiözese Wien (Fastenzeit): Hinweis auf konkrete Fastenanweisungen (Aschermittwoch & Karfreitag).
- Diözese St. Pölten / Kircheninfo: Fast- und Abstinenztage sowie Freitags-Charakter.
- Erzbistum Köln (Erklärung der 40 Tage): Sonntage als „kleine Auferstehungstage“ und Zählweise.