Als Wissenschaft (griech. epistéme, lat. scientia) wird im herkömmlichen Sinn das systematische Ganze der Erkenntnis bezeichnet. Die Neuzeit löste den früheren universalen Wissensbegriff durch eine Aufgliederung in viele Einzelwissenschaften ab. Heute wird unter Wissenschaft der Gewinn neuer Erkenntnisse bezeichnet. Damit ein Erkenntnisgewinn aber als wissenschaftlich gilt, müssen Methodik, Vorurteilsfreiheit, Wertfreiheit, Verifizierbarkeit und schließlich auch die Verifikation jeder Aussage beachtet werden. Wissenschaftliche Resultate müssen kritikfähig und intersubjektiv sein. Ziel des methodischen Vorgehens ist die Entwicklung einer Theorie. Ausgegangen wird dabei von einer oder mehrerer Hypothesen (Forschungshypothesen). Bei der Grundlagenforschung stehen dabei keinerlei praktischen oder wirtschaftlichen Überlegungen im Vordergrund. Alleine der Erkenntnisgewinn zählt. Die angewandte Forschung baut schließlich auf den Forschungsergebnissen der Grundlagenforschung auf und entwickelt neue Verfahren, die sich in weiterer Folge auch wirtschaftlich vermarkten lassen. Partnerschaften zwischen Industrie und Forschung sind oft zu finden. Aus vielen Forschungsinstituten entwickelten sich auch sog. Spin-Offs, die als wirtschaftlich agierende Unternehmen die Forschungsergebnisse verwerten.
Als Wissenschat im weiteren Sinn wird auch die Gesamtheit der wissenschaftlichen Institutionen bezeichnet, die sich mit der Gewinnung von wissenschaftlichen Resultaten befassen. Dazu zählen Universitäten, Akademien, privat finanzierte Forschungsinstitute und die Industrie.
Viele wissenschatliche Einrichtungen sind von öffentlichen und privaten Förderungen und Spenden abhängig. Aufgrund der rascheren Erzielung herzeigbarer Forschungsergebnisse wird dabei oft der angewandten Forschung der Vorzug vor der Grundlagenforschung gegeben. Langfristig ist dadurch aber von einer Bremsung des Erkenntnisfortschritts auszugehen.