Home » Umwelt & Natur » Klima & Wetter
Klima & Wetter
Private Wetterseite Pirka-Graz
Willkommen auf meiner privaten Wetterseite. Ich betreibe diese Homepage seit Oktober 2008 und bin versucht sie ständig auf den neuesten Stand zu bringen. Die aktuellen Wetterdaten werden [Details]
(Pirka)
Klima & Wetter
Die Stadt Wien leistet einen Beitrag mit der Errichtung einer neuen Anlage, in der jährlich 17.000 Tonnen Bioabfälle umweltfreundlich in Fernwärme umgewandelt und gleichzeitig 3000 t an CO 2 pro Jahr eingespart werden sollen.
Der heiße Jahrhundert-Sommer 2003 und der ungewöhnlich warme Herbst 2006 sowie der darauf folgende sehr milde Winter mit wenig Schnee sind Vorboten für eine Klimaveränderung, die auch zu Änderungen in der Vegetation führen wird und Obst- und Gemüseernten gefährden kann. Es gibt in Österreich kein Obst, das nicht bereits darauf reagiert hat.
Auch nach Ansicht der Wissenschafter an der österreichischen Universität für Bodenkultur werden in Österreich langanhaltende Hitzeperioden mit wenig Regen zunehmen, ebenso die Gewitterhäufigkeit. Experten sind sich einig, dass es zu einer Veränderung der Obst- und Gemüsesorten kommen wird. Während manche davon in Zukunft ganz verschwinden werden, werden andere sogar für die neuen Wetterbedingungen gezüchtet werden müssen, was natürgemäß bei Obst nicht so schnell möglich ist, wie bei Gemüse oder Getreide. Ausschlaggebend für den Ertrag wird die Bewässerung sein, denn ohne sie geht nichts mehr bei den Obstbauern. Durch überdurchschnittlich warme Winter kommt es zu einer sehr frühen Blüte, was dann natürlich die Gefahr von Frostschäden erhöht.
Heimische Hauptbaumarten wie etwa die Fichte werden stark unter dem Wandel zu leiden haben. Vor allem im Osten Österreichs werden durch die zunehmende Trockenheit und wachsende Insektenschäden die Belastungen steigen. Eichen, Buchen oder Kiefern hingegen kommen mit geringen Niederschlägen in der Vegetationsperiode aus.
Was die Situation für den österreichischen Winzer betrifft, so wird auch er um eine Bewässerung seiner Weingärten nicht herum kommen. Eine Sortenzusammenstellung wäre zu überlegen, Rotwein würde besser gedeihen als z.B. der Grüne Veltliner. Die Eigenschaften des Weins, das Verhältnis von Säure und Zucker wird sich ändern, dafür wird Weinbau künftig in Regionen über 500 m Seehöhe möglich sein.
Die nicht mehr zu übersehende Klimaerwärmung dürfte für den Österreicher mit ein Grund für die steigende Tendenz der Urlaubsbuchungen in Österreich sein. 65 Prozent der Österreicher verbringen ihren Urlaub entweder zu Hause oder zumindest innerhalb der österreichischen Landesgrenzen. Tiroler Tourismusverantwortliche rechnen wegen der hohen Temperaturen am Mittelmeer vermehrt mit "Hitzeflüchtlinge". Da sich aber in Österreich voraussichtlich die Temperaturerhöhung, Änderung der Niederschlagsverteilung, Rückgang der Gletscher und eine verkürzte Dauer der Schneedecke fortsetzen werden, wird dies womöglich auch Auswirkungen auf den österreichischen Wintertourismus haben.
Debatten österreichischer Klima-Experten zum Klimawandel schwanken zwischen Verzicht und Technik. Greenpeace stellt zur Diskussion, was der einzelne und die Politik für eine umweltfreundlichere Gesellschaft tun können und schlägt vor "Am besten niemals mit dem Flugzeug fliegen und wenn schon mit dem Auto fahren, dann langsam und nur in Fahrgemeinschaften" Außerdem sollte man, um die CO 2 -Emissionen zu reduzieren, möglichst auf Fleisch und tierische Produkte verzichten. Denn die Viehwirtschaft erzeugt weltweit in etwa den gleichen Treibhauseffekt wie der Verkehr.
Wirtschaftspolitik und Forschung könnten den verstärkten Einsatz von erneuerbarer Energie wie Solartechnik oder der Geothermie steuern. Klimaschutz muss bei jedem einzelnen und gleichzeitig auch in der Industrie, der Stromproduktion und beim Verkehr ansetzen. Empfohlen wird die Inanspruchnahme der Dienste eines Umweltberaters, der besonders bei Wärmedämmungen in älteren Gebäuden noch erhebliches Einsparungspotenzial entdecken könnte.
Wie sagt Frau Prof. Dr. Helga Kromp-Kolb, Österreichs bekannte Klimaforscherin und Meteorologin an der Universität Wien: "Die Erde dreht sich noch lange - wenn wir aber so weitertun, mit weit weniger Menschen an Bord!"







